Kirchen gegen Rassismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Kirchen rufen zur Teilnahme an der Europawahl am 9. Juni auf

Die christlichen Kirchen in Deutschland treten in ihrem Aufruf entschieden jeder Form von Extremismus entgegen: „Insbesondere widersprechen wir vehement dem Rechtsextremismus und völkischem Nationalismus sowie dem Antisemitismus. Ökumenisch setzen wir uns auf der Basis des christlichen Menschenbildes für den gesellschaftlichen und europäischen Zusammenhalt ein.“
In dem Aufruf werden die politisch Verantwortlichen ermutigt, „sich für eine weltoffene, demokratische und solidarische EU einzusetzen“. Sie sehen sich in der „Mitverantwortung für die Demokratie als politische Lebensform der Freiheit und für die EU als erfolgreiches Modell für Multilateralismus, Frieden und Versöhnung“.
In dem Aufruf heben Bischöfin Fehrs, Bischof Bätzing und Erzpriester Miron hervor: „Die EU basiert auf Werten und Prinzipien, die im Christentum vor- und mitgeprägt wurden. Als christliche Kirchen fordern und engagieren wir uns für eine EU, die sich zur unveräußerlichen, gleichen Würde aller Menschen bekennt.“ Eine europäische Politik für den weltweiten Schutz der Würde aller Menschen sei unverzichtbar, hieß es weiter im ökumenischen Wahlaufruf vom 7. Mai.

Hierzu der Beschluss der Landessynode der EKiR aus dem Januar 2024 im Wortlaut: "Die Landessynode ist besorgt über die Gefahren für unsere Demokratie und Gesellschaft, die von den politischen Zielen der AfD ausgehen. Die Landessynode erklärt, dass die politischen Grundsätze der AfD nicht vereinbar sind mit den Grundwerten der evangelischen Kirche im Rheinland.“ 

Dein Christus - ein Jude 
Dein Auto - ein Japaner 
Deine Pizza - italienisch 
Dein Computer - chinesisch 
Dein Champagner - französisch 
Deine Demokratie - griechisch 
Dein Kaffee - brasilianisch 
Dein Urlaub - türkisch 
Deine Schrift - lateinisch 
… und Dein Nachbar - nur ein Ausländer?
(Quelle unbekannt, erstmalig 2003)

 

Aktion "100 Boote"

Vorstellung Anfang April im Rathaus Herzogenrath - Am 20. Juni Aufstellung in Berlin zum Weltflüchtlingstag

“100 Boote” stehen für inzwischen über 110 Mio. Flüchtlinge, die es inzwischen weltweit gibt. 
“100 Boote” ist ein deutschlandweites sozialkritisches Kunstprojekt der AWO Sachsen-Anhalt als Zeichen der Solidarität mit über 110 Millionen Menschen weltweit, die sich auf der Flucht befinden.

Die Boote wurden aus Origami-Papier gefaltet und in ganz Deutschland künstlerisch gestaltet, eines davon im Kulturzentrum Klösterchen in Kooperation mit Jugendlichen der Falken in Merkstein. Dieses Exemplar wurde am 9. April im Rathaus von Bürgermeister Dr. Fadavian zusammen mit den Künstlern im Rathaus mit Texten und Musik der Öffentlichkeit vorgestellt. 
Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, werden die inzwischen 112 Boote in Berlin im Lustgarten vor dem Reichstag auf das Schicksal Geflüchteter hinweisen.

Einer der Texte, die während des Projekts entstanden – „Zahlen, die niemand zählt“ – ging unter die Haut. 

Zahlen, die niemand zählt
Sie nennen es eine Welle
ohne je auf dem offenen Meer gewesen zu sein 
Ohne zu wissen dass es keine Welle aus Wasser ist oder aus 100 Millionen Zahlen Sondern aus 100 Millionen Todesschreien Denn das Meer ist getränkt mit 100 Millionen Männern Frauen Kindern Neugeborenen und Ungeborenen Doch wie soll man Menschlichkeit erwarten wenn es nie um Menschen ging?
Sondern immer nur um Zahlen?
Wie soll man zuhören,
wenn Zahlen nicht reden können,
nicht schreien können,
nicht weinen können,
nicht sterben können,
sondern nur
größer oder kleiner werden können?
Solange wir Menschen wie Zahlen behandeln werden sie immer nur ein Teil der 100 Millionen sein.
Warum sollte es uns interessieren,
wenn Boote irgendwo versenkt werden?
Zahlen können nicht ertrinken.
Zahlen können nicht an den Meeresboden sinken Zahlen können nicht fühlen, wie das Meer sie erdrückt, wie ihre Lunge sich mit Wasser füllt und in die Tiefe zieht.
Seit wann ist es Mord,
Zahlen zu subtrahieren oder zu addieren?
1 + 1 + 1 +1 +1 +1 +1......+ 100 Millionen ergibt wieder Zahlen, die niemand wirklich zählt.
100 Millionen
Doch wie viel ist das?
In Deutschland leben ungefähr 85 Millionen Menschen und Zahlen Und wenn die Menschen die Zahlen nicht mehr brauchen, dann subtrahieren wir sie einfach von Deutschland und schicken sie zurück.
Denn Zahlen brauchen kein Zuhause.
Zahlen haben keine Wurzeln.
Zahlen haben keine Träume.
Wir schicken sie einfach zurück
Ins große weite Meer
zu den anderen Zahlen,
die niemand wirklich zählt.

Anna Geliev

 

Flüchtlingsberatung Herzogenrath der Ev. Lydia-Gemeinde Herzogenrath und des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Aachen

Die Flüchtlingsarbeit in unserer Gemeinde besteht aus einer hauptamtlichen Flüchtlingsberatungsstelle mit sechs Mitarbeitenden in Teilzeit, die von unserer Ev. Lydia-Gemeinde Herzogenrath und dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Aachen getragen wird, und dem ehrenamtlichen Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Herzogenrath.
Wir arbeiten ökumenisch und mit anderen Initiativen in der Stadt in enger Kooperation.

Sekretariat und Flüchtlingsberatungsstelle Herzogenrath-Merkstein
Leitung: Raquel Barros
Telefon: 0163 / 8019931
E-Mail: barros@diakonie-aachen.de

Sekretariat: Michaela Lee
Geilenkirchener Straße 397
52134 Herzogenrath-Mitte
Telefon: 02406/93067
Telefax: 02406/6666926
E-Mail: lee@diakonie-aachen.de

Regionale Flüchtlingsberatung
Beratung: Adnan Nahhas
Telefon: 02406/93067
Telefax: 02406/6666926
E-Mail: nahhas@diakonie-aachen.de

Anastasiya Zlobina
Tel: 0177 / 4840925
E-Mail: anastasiya.zlobina@ekir.de

Offene Sprechstunde:
Dienstag und Donnerstag 10:00 bis 12:00 Uhr
Nach Absprache sind auch außerhalb der offenen Sprechstunde Termine möglich.
Beratungen erfolgen bei Bedarf in ukrainisch, persisch und arabischer Sprache.

Beratungsstelle in Herzogenrath-Kohlscheid
im Ev. Lukas-Gemeindezentrum
Lutherstraße 10
52134 Herzogenrath-Kohlscheid

Beratung: Gabriele Dieckmann-Verhaag
Telefon 02407/6304
Telefax 02407/189119
E-Mail: fluechtlingsberatung@ekir.de

Mahkameh Robatian
Tel: 0157 / 30171140
E-Mail: mahkameh.robatian@ekir.de

Offene Sprechstunde:
Dienstag und Donnerstag 10:00 bis 12:00 Uhr
Nach Absprache sind auch außerhalb der offenen Sprechstunde Termine möglich.
Beratungen erfolgen bei Bedarf in ukrainisch, persisch und arabischer Sprache.

Ansprechpartner für Ehrenamtliche:
Pfarrer Frank Ungerathen
E-Mail: frank.ungerathen@ekir.de
Telefon 02407/18474

Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Herzogenrath

Wer wir sind
Der ökumenische Arbeitskreis hat sich aus einer Gruppe Ehrenamtlicher gebildet, die sich für die Belange ausländischer Menschen in Herzogenrath einsetzt und als Ansprechpartner bei persönlichen und behördlichen Problemen zur Verfügung steht.

In monatlichen Arbeitskreis-Treffen, die unter fachlicher Anleitung und Begleitung der Flüchtlingsberatung stattfinden, werden gemeinsame Aktivitäten initiiert und organisiert, konkrete Hilfsanfragen besprochen und gegebenenfalls weitervermittelt.

Was wir tun

  • Begleitung bei Behördengängen, zu Ärzten, in Kindergärten und Schulen
  • Informationen über Sprachkurse, Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Hilfe bei Wohnungs- und Arbeitssuche
  • Vermittlung von Freizeitangeboten (Sportvereine, Ausflüge)
  • Organisation von Feiern, Festen und Informationsveranstaltungen
  • Vermittlung bei Verständigungsschwierigkeiten

Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Herzogenrath
c/o Flüchtlingsberatung
Lutherstr. 10
52134 Herzogenrath

Telefon: 02407/6304
Telefax: 02407/189119
E-Mail: fluechtlingsberatung@ekir.de

Koordination von Sachspenden: Alexander Hark, fluechtlingshilfe.herzogenrath@gmx.de

Familien- und Einzelpaten:
Renate Puder, remapu@gmx.de

Sprachpaten:
Monika Lückhoff, monika.lueckhoff@gmx.de

Café International:
Michaela Lee, michaela.lee@ekir.de

Internationales Kochen für Frauen:
Sigrid Loose, sigi_loose@web.de