04.02.2020

Joachim Geis ist neuer Pfarrer in seiner alten Heimat

In der Martin-Luther-Kirche Alsdorf offiziell ins Amt eingeführt – „Rheinische Kirche und Menschen in Alsdorf sind mir immer sympathisch geblieben“

Mit Pfarrer Joachim Geis ist das Pfarrteam der Christusgemeinde Alsdorf-Würselen-Hoengen-Broichweiden seit Sonntag wieder komplett: In der Martin-Luther-Kirche in Alsdorf wurde Joachim Geis offiziell im Gottesdienst in sein neues Amt eingeführt. Ein herzliches Willkommen bereiteten dem gebürtigen Würselener neben seinen Pfarrkollegen viele Presbyter, Prädikanten und Gemeindeglieder aus der Christusgemeinde und aus anderen Nordkreis-Gemeinden sowie Gäste aus katholischen Nachbargemeinden und der Stadtgesellschaft.

Bekannte Gemeinde noch einmal neu kennenlernen

„Dass wir Sie heute hier als Pfarrer einführen können, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff an Joachim Geis gerichtet. „Denn Sie kommen wieder und kennen die Gemeinde schon. Und doch sollen Sie Ihre Gemeinde nun noch einmal ganz neu kennenlernen.“ Joachim Geis war als Jugendlicher von Pfarrer Ido Pizzini in Würselen konfirmiert worden. Nach dem Theologiestudium, Examen und Vikariat versah er seinen zweijährigen Probedienst als „Pfarrer zur Anstellung“ in der damaligen Evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf und wurde unter Pfarrer Ulrich Eichenberg ordiniert. In den vergangenen zehn Jahren war er dann als Pfarrer in der Altmark in Sachsen-Anhalt tätig.

"Wir wünschen uns, dass Ihr Stern hier aufgeht"

In seiner ersten Predigt als neuer Gemeindepfarrer in Alsdorf sagte Joachim Geis, dass er vielleicht den weiten Blick auf die Landschaft der Altmark und den kaum von Lichtverschmutzung betroffenen dortigen Sternenhimmel etwas vermissen werde. Und so passte es gut, dass er in Alsdorf auch von einem glitzernden Sternenhimmel empfangen wurde. Denn noch aus der Weihnachtszeit war die Kirche mit vielen bunten selbstgebastelten Sternen geschmückt, die an Nylonfäden aufgehängt einen Sternenhimmel über den Kirchenbänken bildeten. „Wir wünschen uns, dass Ihr Stern hier aufgeht und dass Ihr Dienst ausstrahlt“, sagte Pfarrerin Annegret Helmer, welche die zweite Pfarrstelle in Alsdorf innehat, bei der Begrüßung ihres neuen Kollegen.

Bewerbung war authentisch und begeisternd

In der Kirche und später beim Empfang im Luther-Saal hießen viele Gratulanten, teils mit Grußworten und Geschenken, Pfarrer Geis willkommen. „Wir haben uns die Suche nach einem neuen Pfarrstelleninhaber nicht leicht gemacht, aber Ihre Bewerbung war authentisch und hat uns begeistert“, sagte Axel Bennemann als Vertreter des Leitungsgremiums der Christusgemeinde. Andere Redner luden Pfarrer Geis zur Mitarbeit im Konvent der Nordkreisgemeinden, in der ökumenischen Trauerarbeit oder im Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ ein.

"Allround-Kraft" mit Schwerpunkt in der Seelsorge

Auf ein bestimmtes kirchliches Arbeitsfeld sei er an sich nicht spezialisiert, sagte Joachim Geis im Gespräch nach seiner Einführung. “Ich komme als Allround-Kraft nach Alsdorf“, meint er. „Der seelsorgerische Bereich ist einer meiner Schwerpunkte und mich interessiert die Frage, wie Kirche in der heutigen Gesellschaft mehr Menschen ansprechen kann. Die Zukunft der Kirche will gestaltet werden, und ich bringe aus Sachsen-Anhalt einige Erfahrung in diesem Punkt mit.“ In seiner vorherigen Pfarrstelle in Ost-Deutschland  war Geis für 14 Dörfer zuständig, von denen 13 eine eigene Kirche haben. In Alsdorf ist er gemeinsam mit Pfarrerin Annegret Helmer für den Pfarrbezirk Alsdorf verantwortlich und hat eine Stelle mit 75 Prozent Beschäftigungsumfang inne.

Neue Herausforderung im Rheinland

Mit Pfarrer Joachim Geis ziehen auch seine Frau und der zehnjährige Sohn bald nach Würselen um. „Noch habe ich kein Festnetz-Telefon, aber ich glaube, vielleicht bekomme ich bald sogar die Nummer von Pfarrer Pizzini, der mich seinerzeit konfirmiert hat“, lacht Geis. Zum Hintergrund seiner Entscheidung, in die Städteregion Aachen zurückzukehren, sagt der 45-Jährige: „Ich bin rheinisch sozialisiert – auch im kirchlichen Sinne – und das ist mir immer sympathisch geblieben. Hier fühle ich mich zu Hause, und ich mag sehr die offene und direkte Art der Menschen. Das ist erfrischend, und eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“

(Text: C. Braun / Kirchenkreis Aachen)

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