12.06.2020

Predigtreihe der Passionszeit als Buch erschienen

Mit dem Titel „7 Kreuzes Worte, 7 Lebens Worte, 7 Reden“ hat die Lydia-Gemeinde Herzogenrath die Predigten zusammengetragen - Buch ist ab sofort erhältlich

Aufgegriffen wurden die sieben Worte Jesu am Kreuz (v. r.) von Prädikant Erhard Lay, Pfarrerin Renate Fischer-Bausch, Prädikantin Britta Schwering, Pfarrer Joachim Leberecht, Pfarrer Jochen Remy und Pfarrer Dirk Puder. Lektorin Juliane Siekmann (ganz links) hat die Predigten in Buchform zusammengefasst. (Foto: Andrea Thomas)

In den letzten Jahren hat sich in der Markuskirche der Herzogenrather Lydiagemeinde die Tradition einer Predigtreihe in der Passionszeit entwickelt. Im Mittelpunkt steht immer ein Thema mit Bezug zur „schönen, heiligen, alten Zahl sieben“, wie Pfarrer Joachim Leberecht erläutert. In diesem Jahr waren das die Worte Jesu am Kreuz, zu denen es an sieben Terminen jeweils eine besondere Predigt gab. Gehalten haben sie neben Pfarrer Leberecht selbst, Pfarrerin Renate Fischer-Bausch (Merkstein), Pfarrer Frank Ungerathen (Kohlscheid), die beiden Prädikanten der Gemeinde, Britta Schwering und Erhard Lay, sowie die in der Gemeinde lebenden Pfarrer, Jochen Remy (Schulseelsorger in Aachen) und Dirk Puder (Seelsorger am Aachener Uniklinikum). Ihre Predigten sind nun unter dem Titel „7 Kreuzes Worte, 7 Lebens Worte, 7 Reden“ im Verlag „tredition“ in Buchform erschienen.

Besondere Bedingungen durch die Corona-Pandemie

Besonders wurde die diesjährige Predigtreihe – wie so vieles in diesem Jahr – durch die Corona-Pandemie. Nur die ersten drei Predigten konnten wie gewohnt stattfinden, eingebunden in den Gottesdienst mit der Gemeinde und mit anschließendem Austausch über das Gehörte. Danach wurden auch in der Lydiagemeinde die Gottesdienste mit der Gemeinde ausgesetzt. Gottesdienst und Predigt fanden nur noch in kleinem Kreis statt und wurden als Video auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde eingestellt.

Der zum Teil etwas andere Rahmen, nahm den sieben Predigten nichts von ihrer Wirkung. In jede ist der ganz eigene Blickwinkel des Predigenden auf das jeweilige Kreuzeswort Jesu eingeflossen, mal mit Bezug auf Kunst oder Musik, mal auf persönliche Erfahrung oder die aktuelle Situation unter Corona. Erhard Lay predigte zu „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“. Für ihn steht hier „neben den Schrecken des Todes auch der Weg ins Paradies. Ein Angebot im hier und jetzt und in Ewigkeit“. Krankenhauspfarrer Dirk Puder griff die Stelle „Frau, siehe das ist dein Sohn!“ und „Das ist deine Mutter“ aus dem Johannesevangelium auf. „Die Geschichte könnte auch heute spielen. Diese Transparenz zum Leben heute wird von den Worte Jesu am Kreuz konterkariert, die Schnittstellen in die Ewigkeit sind.“

Herausforderung und ein Blick in die Gegenwart

„Das war schon eine Herausforderung. Darüber habe ich vorher noch nie gepredigt“, sagt Pfarrerin Renate Fischer-Bausch über ihr Jesus-Wort: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“. Das habe sie persönlich an die Grundfrage herangeführt, die, indem Jesus Psalm 22 aufgreife, aber auch Gebet bleibe. Pfarrer Jochen Remy näherte sich der Predigt zu „Mich dürstet“ über den Weg der Kunst: Darstellungen des Kreuzgeschehens zeigten Jesus entweder als den strahlenden Helden, der den Tod am Kreuz überwindet oder als den Geschundenen und Geknechteten, der bereit ist, in den Tod zu gehen. Beide könnten einem fremd sein. In „Mich dürstet“ kämen Jesu Bedürfnisse zum Ausdruck, etwas, an das man sich anbinden könne. Prädikantin Britta Schwering bezog sich in ihrer Predigt zu „Es ist vollbracht“ auf die gleichnamige Arie aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach. „Da ist Trauer, das Ende eines Lebens, erbärmlich und unschuldig. Und da ist Freude auf das ewige Leben, das uns schon jetzt versprochen ist, wenn wir uns auf Jesus verlassen.“

„Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände“, diese Zeile interpretierte Pfarrer Frank Ungerathen mit dem Blick auf die Gegenwart und die Situation der Menschen, besonders der Erkrankten, in der Corona-Zeit. Auch sie hätten den Boden unter den Füßen verloren. Pfarrer Joachim Leberecht hat über „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ gepredigt. Dass es Jesus möglich sei, für die zu beten, die ihn gekreuzigt haben, zeige „wie konsequent Jesu Leben bis in den Tod hinein war“. Er habe durchgehalten, was er selbst immer gelebt habe.

Das Buch „7 Kreuzes Worte, 7 Lebens Worte, 7 Reden“, Herausgeber Joachim Leberecht, ist im Verlag „tredition“ erschienen und kann als „book on demand“ in jeder Buchhandlung oder über die Internetseite www.tredition.de bestellt werden.
(Text: Andrea Thomas)

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