Menschenrechte: universell gültig – und global gefährdet!

Sonntag 14. September, 15-17 Uhr

Lesung und Diskussion mit Christian Jakob, Ressort Reportage und Recherche bei der taz

Menschenrechte: universell gültig – und global gefährdet!

Sonntag, 14. September 2025, 15.00 – 17.00 Uhr

Ort: Ökumenische Citykirche, An der Nikolauskirche 3, Aachen

mit Christian Jakob,Ressort Reportage und Recherche bei der taz

Moderation: Dr. phil. Uwe Beyer, Evangelische Stadtakademie Aachen

Zum Abschluss des Nachmittags wird es Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei einem Libanesischen Imbiss geben.

Lesung und Diskussion in Kooperation der ESA mit Amnesty International, der ökumenischen Citykirche St. Nikolaus Aachen, dem Büro der Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land und der Save-me-Kampagne

Menschenrechte: universell gültig – und global gefährdet!

Vor dem Hintergrund der Menschheitsverbrechen im Zweiten Weltkrieg und
durch den Holocaust verkündete die Generalversammlung der Vereinten
Nationen 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Dieser Akt
sollte der entscheidende politische Schritt nach vorn sein, um weltweit allen
Menschen ein unversehrtes und selbstbestimmtes Leben zu sichern. Zugleich
war er als Grundlage für ein friedliches Zusammenwirken aller Staaten
dieser Welt gedacht. Die Nationen sollten ihre Interessensgegensätze über
Verträge in einem völkerrechtlichen Rahmen regeln.
Doch „die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen
Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen“ auf
der „Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt“ (wie es
in der Präambel heißt) ist heute als universeller Anspruch weit entfernt von
seiner globalen Verwirklichung. Die Menschenrechtslage beginnt sich weltweit
sogar wieder zu verschlechtern.
Revisionistische, autoritäre, gewaltbereite Mächte wie Putins Russland gewinnen
an Einfluss. Auch Entwicklungen im Westen stimmen bedenklich. Hier
nehmen in vielen Staaten die Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen und
Minderheiten und der Alltagsrassismus zu. Unter der zweiten Präsidentschaft
Donalds Trumps lässt sich in den USA zudem ein regierungsseitiger Angriff auf
Menschenrechte wie die Freiheit der Meinung, der Presse, der Versammlung,
der Bildung und der Wissenschaft, dem Schutz der Rechte von Asylsuchenden
und Migranten beobachten. Dabei spielt die Haltung des Westens im Hinblick
auf die globale Akzeptanz der universellen Menschenrechte eine Sonderrolle.
Historisch haben diese Idee und ihr staatlicher Schutz hier ihren Ursprung: in
der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 und
in der amerikanischen „Bill of Rights“ von 1791.
Wie steht es heute um neue politische Impulse für die Menschenrechte, wo
ihr universeller Anspruch global in die Defensive gerät? Welche mutigen,
kreativen Initiativen inmitten geopolitischer Konfrontationen und interner
Werte-Krisen wären jetzt von couragierten Organisationen aus dem Westen
zu erwarten? Oder drohen hier Rückschritte etwa in Richtung Resignation?
Fragen wie diese wollen wir mit Christian Jakob auf Basis seines Buches
„Endzeit. Die neue Angst vor dem Weltuntergang und der Kampf um unsere
Zukunft“ diskutieren.

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