Seefest sollte man sein. Hilfreich ist auch, keine Angst haben vor Haien oder Kraken zu haben. Und wer dann noch gerne mit Delfinen spielt oder sich auf Piraten-Schatzsuche begibt, war in der ersten Ferienwoche genau richtig bei den Ferienspielen im Lukasgemeindezentrum in Herzogenrath-Kohlscheid. Eine Woche lang sind 43 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren abgetaucht unter dem Motto: „Tief, tiefer, Tiefsee“. Unterstützt wurden die jungen Tiefseeforscher von elf Jugendliche und drei erwachsenen Teamern sowie Jugendreferentin Doro Schui, als „Leiterin der Expedition“.
Hai-Alarm im Lukas-Gemeindezentrum
Sicher über die Planken
Zum Start galt es heil über die Planken zum Forschungsschiff zu kommen. „Das haben alle geschafft, keiner ist ins Wasser geflogen und niemand von den Haien gefressen worden“, berichtet Doro Schui und lächelt. Damit das auch in Zukunft nicht passiert, haben sie Haimasken gebastelt, die so schön gefährlich aussehen, dass den echten Haien der Appetit vergangen sein dürfte. Als weitere gebastelte Tiefseebewohner schmückten unter anderem große, bunte Papierkraken mit langen Armen die Unterwasserwelt im Gemeindezentrum.
Es wurde viel gebastelt...
Außerdem haben sie ein „Meer in der Flasche“ gebastelt. Die zehnjährige Ida erklärt, wie das geht: „Wir haben gefärbtes Wasser in eine Flasche gefüllt, dazu Öl und Glitzer und Steine.“ Schüttelt man die gut verschlossene Flasche, schwappt darin ein Meer aus Glitzer. Noch beliebter waren die „Knautsch-Fische“: Luftballons mit Wasserperlen füllen, etwas Wasser dazu und nach einer Weile quellen die Perlen auf und man hat einen kleinen Fisch, den man herrlich knautschen kann.

Foto: Andrea Thomas
Zur Dekoration des Gemeindezentrums haben die Kinder unter anderem bunte Papier-Kraken mit langen Armen gebastelt.

Foto: Dorothea Schui
Aber auch Rate- und Geschicklichkeitsspiele kamen nicht zu kurz.
... und Wissenswertes erfahren
Natürlich kam auch die Erforschung der Tiefsee nicht zu kurz. So haben die Kinder an verschiedenen Spielstationen unter anderem gelernt, dass der Bomberwurm (ja, den gibt es wirklich) mit Blasen auf seine Fressfeinde schießt. Was die Kinder nachgeahmt haben, indem sie Tischtennisbälle von Becher zu Becher transportieren sollten. Sie haben dem Laternenfisch geholfen, dessen Laterne ausgegangen war und schließlich beim „Hai-Raten“ so einiges über die verschiedenen Haiarten gelernt.
“Wir sollen heiraten?!”
Der Name der Station habe zunächst für etwas Verwirrung gesorgt, wie die Vorsitzende des Presbyteriums, Britta Schwering, die als Teamerin mit in der Tiefsee war, lachend erzählt. „Wie, was, wir sollen heiraten?“ – „Na klar, wir sind hier schließlich in der Kirche.“ Schnell sei dann aber klar gewesen, worum es bei dem Spiel ging. Einen echten Piratenschatz haben die Ferienspielkinder auch gesucht und bei einem Ausflug ins Wurmtal gefunden. Aus der großen Schatztruhe durfte jedes Kind eine Goldmünze für seine eigene kleine Schatztruhe mitnehmen. „Alle Kinder haben eine kleine Holztruhe bekommen, die sie bemalen und mit ihren Schätzen aus dieser Woche füllen dürfen“, erläutert Doro Schui.
Zum Abschluss ein Ausflug ins Gasometer Oberhausen
Am vorletzten Tag gab es dann das traditionelle Fest mit den Eltern, für das die Tiefseeforscher ein Quiz, ein Theaterstück und einen Tanz vorbereitet hatten. Außerdem jede Menge leckere Unterwasser-Snacks. „Wir haben Hai-Muffins, Würstchen-Kraken, Muschelkekse mit Perle, Krabben (kleine Kuchen mit Salzstangen-Beinen) und Angeln mit süßen Fischen“, stellt Teamer Matz (13) das Meeres-Buffett vor. Maya (11) hat beim Zubereiten geholfen. Das habe schon Spaß gemacht, aber am meisten sei sie gespannt auf den Ausflug zum Abschluss der Ferienspielwoche. Da ging es zum Gasometer in Oberhausen und in die dort gezeigte Ausstellung „Planet Ozean“, die mitnimmt auf eine Reise durch die Meere unserer Erde.
Text: Andrea Thomas

Foto: Dorothea Schui
Das Teamer-Team rund um Jugendmitarbeiterin Dorothea Schui stellte wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine.






