80. Rheinische Landessynode beginnt am Freitag in Bonn

Oberstes EKiR-Leitungsgremium tagt vom 16. bis 20. Januar - Vier von 184 Stimmberechtigten aus dem Kirchenkreis Aachen

Ab diesem Freitag, 16. Januar, tagt die 80. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) für fünf Tage wieder im Maritim-Hotel in Bonn. Die Länge der Synode wurde dieses Mal um einen Tag gekürzt und auf ein Wochenende gelegt, um besonders die ehrenamtlichen Teilnehmenden zu entlasten. Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der mit gut zwei Millionen Mitgliedern zweitgrößten Landeskirche in Deutschland. Die diesjährige Landessynode hat 184 stimmberechtigte Mitglieder (sowohl Theologinnen und Theologen als auch Nichttheologinnen und -theologen) aus den 34 Kirchenkreisen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland. Auch aus Aachen werden vier stimmberechtigte Mitglieder teilnehmen: Superintendentin Pfarrerin Verena Jantzen, Pfarrer Axel Neudorf (Kgm. Stolberg), Dr. Britta Rosen (Lydia-Gemeinde Herzogenrath) und Malte Duisberg (Trinitatis-Kgm. Schleidener Tal, in Vertretung für Claudia Immendorf). Sie vertreten den Evangelischen Kirchenkreis Aachen vor Ort.

Starten wird die Landessynode am Freitag um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche in Bonn. Während der Tagung wird nicht nur der „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ von Präses Dr. Thorsten Latzel vorgestellt, am Samstag werden in der zweiten Plenarsitzung Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Dr. Adelheid Ruck-Schröder, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Grüße überbringen. 

Künftige Finanzstrategie bildet Schwerpunkt

Sinkende Kirchensteuereinnahmen, steigende Kosten, neue Anforderungen an kirchliche Arbeit: Die Landessynode der rheinischen Kirche hat auf ihrer Tagung im vergangenen Jahr beschlossen, im landeskirchlichen Haushalt bis 2030 strukturell mindestens 33 Millionen Euro einzusparen. Die Kirchenleitung legt dazu auf der bevorstehenden Tagung eine Finanzstrategie vor. Ziel ist es, kirchliche Arbeit zukunftsorientiert auszurichten, von Kirchensteuer unabhängiger zu machen und auch als kleinere Kirche weiter für andere da zu sein. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket ist dazu im vergangenen Jahr von mehr als 60 beteiligten Personen in einem breit angelegten Prozess erarbeitet und in den synodalen Ausschüssen beraten worden. Diese Beratungen werden die mehr als 180 Landessynodale auf ihrer Tagung in Arbeitsgruppen und Ausschüssen fortsetzen, bevor im Plenum ab dem 19. Januar konkret entschieden wird.

Der Eröffnungsgottesdienst und die öffentlichen Plenarsitzungen der Synode werden auf der Seite der Landessynode live übertragen. Auf der Website finden sich auch Informationen zur Tagung, sowie fortlaufende Pressemitteilungen während der Synode. Auf dem Instagram-Kanal des Kirchenkreises werden die Aachener Synodalen ebenfalls immer wieder ihre Eindrücke teilen.

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